Ein Platz an der Sonne

Das eigene Haus im sonnigen Ausland steht auf der Wunschliste der
Deutschen ganz oben. Unter den Zielländern macht sich ein neuer Favorit
bemerkbar: Die Türkei. Besonders gefragt ist die Region um Alanya, wo
bereits gut 10.000 Bundesbürger und weitere 25.000 Europäer ein
sogenanntes “Tapu”, eine Besitzurkunde, haben. Das durchgehend schöne
Wetter, niedrige Lebenskosten und Preise wie vor 20 Jahren auf Mallorca
- eine geräumige Neubauvilla gibt es schon ab 130 000 Euro - motivieren
immer mehr Deutsche, ihr Feriendomizil oder ihre zweite Heimat an die
türkischen Riviera zu verlegen.
Eine Neuerung, die voraussichtlich zu einem Boom im Immobilienkauf
führen wird - und zu einer enormen Wert- und Preissteigerung. Experten
rechnen damit, dass in der Türkei über kurz oder lang spanische
Verhältnisse einkehren werden. Wer mit dem Gedanken spielt, in der
Türkei zu investieren, ist also gut beraten, dies bald zu tun.
(INTERVIEW)
Karin und Wolfgang S. aus Darmstadt richten derzeit ihr neues
Traumhaus in Alanya ein.
Ihr neues Domizil?
Eine 120 Quadratmeter Villa mit großem Grundstück, Privatpool und
Garage in der Villenanlage “Residence II” am Hang in Kargicak
20km.Östlich von Alanya. Vom Wohnzimmerfenster aus blickt man aufs Meer,
das Schlafzimmerfenster zeigt auf die Berge.
Ferienhaus oder neue Heimat?
Die nächsten fünf Jahre werden wir noch pendeln: vier Wochen in
Deutschland, zwei Wochen in Alanya. Im Ruhestand wollen wir dann ganz
nach Alanya ziehen.
Wie sind Sie an Ihr Traumhaus gekommen?
Die deutschtürkische Agentur “Prima-Immobilien” hat uns den Rohbau
gezeigt, wir haben noch am selben Abend unterschrieben. Schön war, dass
wir bei der Fertigstellung der Villa eigene Ideen einbringen konnten.
Warum haben Sie sich für Alanya entschieden?
Wegen des Klimas. Wir hatten zuvor Häuser in Bodrum und Kusadasi
angeschaut, mussten aber feststellen, dass die türkische Ägäisküste im
Winter kalt und leer ist, und Flüge dort hin fast unmöglich sind in der
Nebensaison. In Alanya ist das ganze Jahr über Sommer, hier kann man oft
im Dezember noch im Meer baden.
Was macht Alanya attraktiv für ausländische Immobilienbesitzer?

Die Stadt ist überschaubar und hübsch gewachsen - anders als schnell
hochgezogene Touristenorte wie Side oder Kemer. Die Unterhaltskosten
sind für Europäer angenehm niedrig, mit 500 Euro pro Person im Monat
kann man hier gut leben.
Und Alanya ist gut zu erreichen: Ein Flug von Deutschland nach
Antalya dauert knapp drei Stunden, über die neue Autobahn ist man in
einer Stunde in Alanya. Gerade im Winter gibt es viele Schnäppchenflüge,
zum Beispiel von Sun Express, mit dem wir dieses Jahr schon 15 mal
geflogen sind.
Schwarzbrot, Schweinemetzger, Oktoberfest . Man bezeichnet Alanya
bereits als “Mallorca der Türkei“. Wie deutsch ist das Leben hier?
Die deutsche Infrastruktur ist extrem gut ausgeprägt, wir haben
deutsche Stammtische, Gottesdienste, Zeitungen und Bäckereien. Dazu
kommt die herzliche türkische Kultur, die Freundlichkeit und
Hilfsbereitschaft der Einheimischen. Eine perfekte Kombination, um sich
Wohlzufühlen. Übrigens spricht hier fast jeder deutsch - was uns aber
nicht daran hindern wird, einen Türkischkurs zu belegen.
Sun Express Bordmagazin
Ein Bad in der Antike
Reisende,
die die zumeist küstennahe Route von Kemer nach Alanya entlang der
"Türkischen Riviera" mit dem Mietwagen erkunden, erhalten aber nicht nur
Geschichtsunterricht zum Anfassen, sondern auch beeindruckende
Naturerlebnisse: Während der kurvenreichen Fahrt durch die Ausläufer des
Beydaglari-Gebirges fällt unser Blick auf herrliche Buchten am
türkisblauen Meer, Pinienwälder, Orangen- und Zitronenhaine.
Die alte Hafenstadt Phaselis vor dem Bergmassiv des Taurus ist unser
nächstes Ziel. Auf der sichelförmigen Halbinsel mit zwei Sandbuchten hat
auch die Antike ihre Spuren hinterlassen. Friedliche Stille durchfließt
die Ruinenstadt, die sich hinter dem Aquädukt ausbreitet. Jetzt im
Winter schlendern nur wenige Touristen auf der alten Prachtstraße
zwischen dem Galeerenhafen und dem Handelshafen. Von dort sind es nur
noch wenige Autominuten bis Kemer. Rund um das alte Fischerdorf am Ende
der Lykischen Küste ist ein Touristenzentrum vorwiegend für den
gehobenen Sektor entstanden. Noch zeigt sich der Fremdenverkehr von
seiner sanften Seite.
Rund um die Ferienmetropole Antalya sieht das schon anders aus. Hier
reiht sich Hotel an Hotel. Besonders sehenswert ist die Altstadt, die
von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt worden ist. Eingefaßt ist das
historische Viertel von der Linie der alten Stadtmauer, die um 150 v.
Chr. abgesteckt wurde, als der König von Pergamon die Stadt gründete.
Vom früheren Stadttor blieben östlich vom Cumhuriyet Meydani zwei Türme
aus dem 13. Jahrhundert erhalten. Hinter den Wehrtürmen liegt das alles
überragende Wahrzeichen der Stadt, das 38 Meter hohe Yivli Minarett, das
der Seldschuken-Sultan Alaeddin Keykubat um 1220 errichten ließ. Wenige
Kilometer nordöstlich von Antalya wurde nahe dem Dorf Aksu die antike
Stadt Perge zum Großteil freigelegt. Die weitläufige Ruinenstadt, einst
Metropole Pamphyliens, ist in einem erstaunlich guten Zustand.
Das am besten erhaltene Theater der Antike ist in Aspendos zu bewundern.
Seldschuken nutzen es im 13. Jahrhundert als Karawanserei und sorgten
damit für den bis heute guten baulichen Zustand. Heute wird das Theater
in den Sommermonaten zur Opernbühne.
30 Kilometer weiter nähern wir uns Side, das heute Mittelpunkt des
Massentourismus ist. Side war im hellenistischen zweiten Jahrhundert vor
Christus und in der römischen Kaiserzeit eine bedeutende Stadt. Das
römische Theater von Side war das größte in Pamphylien. Schätzungsweise
15 000 Zuschauer fanden hier Platz.
Im Osten des Golfes von Antalya liegt Alanya. Man spricht Deutsch in der
rund 60 000 Einwohner zählenden Stadt. Der Deutsche geht dahin, wo
Deutsche sind. Das ist doch ganz normal", sagt Gastronom Willi Fillbach
in rheinländischem Tonfall. Er ist einer von schätzungsweise 14 000
Dauerresidenten aus Deutschland, die an der Küste der drei Provinzen
Antalya, Burdur und Isparta meist in den eigenen vier Wänden leben.
Berliner Morgenpost
Die Türkei boomt
Wir holen ein bisschen
Urlaub in den Alltag. Dass die Türkei zu den beliebtesten Reisezielen
der Deutschen gehört, ist hinlänglich bekannt. Weniger bekannt dürfte
allerdings sein, dass sich auch immer mehr Deutsche in der Türkei
niederlassen, um dort ihr Glück zu machen. Diese "Gastarbeiter" im
spiegelverkehrten Sinne kommen aus allen Berufschichten. Einige
zehntausend Deutsche sind es schon in der Türkei und wahrscheinlich
spielt dabei auch die EU-Perspektive eine Rolle. Bevorzugte Wohn- und
Arbeitsregion ist natürlich die türkische Riviera. Wenn schon, denn
schon.
Werner A. lebt jetzt schon seit 14 Monaten mit seiner Familie
in Alanya. Der selbstständige Bauingenieur bekam in seiner Heimatstadt
Chemnitz keine Aufträge mehr. Da er als Selbstständiger kein
Arbeitslosengeld zu erwarten hatte und auch irgendwann die Ersparnisse
aufgebraucht waren, musste eine Lösung gefunden werden. Eigentlich
wollte der 46jährige nach Brasilien auswandern, doch dann stieß der
Chemnitzer auf die Türkei. Obwohl die Türkei nicht zur EU gehört, hielt
sich der bürokratische Aufwand in Grenzen. Jetzt arbeitet der Chemnitzer
in einem deutsch-türkischen Unternehmen. Der Clou: Ganze 170 Euro
Steuern zahlt der Bauingenieur pro Jahr an den türkischen Staat. Das ist
arbeiten im unbekannten Steuerparadies, lacht er und das leben ist auch
nicht teuer. Gerade mal 310 Euro Monatsmiete für eine moderne 100
Quadratmeter-Wohnung, Wo gibt's denn so was? Andreas F., Gastarbeiter in
der Türkei: "Es gibt sehr viele große Firmen, die in der Türkei sehr
erfolgreich tätig sind. Dazu gehört z.B. MAN, Siemens, die Metro-Gruppe
ist aktiv." Während der 13 Jährige Sohn Kevin nebenan Playstation
spielt, informiert sich das Ehepaar via Sat-TV. Der Kontakt zur
Heimat bleibt bestehen, tägliche Telefonate mit den Verwandten und
Freunden machen das Leben an der türkischen Riviera leichter: "Man
fängt ja eigentlich noch mal von vorne an. Wir fanden das Land sehr
schön, die Leute sind sehr nett und hilfsbereit. Wir waren ganz angenehm
berührt und haben gesagt: OK, wir versuchen das einfach und haben das
erstmal für ein Jahr gemacht. Und dadurch, dass es in der Schule auch
klappt mit dem Sohn, haben wir jetzt für drei Jahre verlängert und haben
gesagt, das machen wir. Manche Leute haben gesagt, ihr müsst ja völlig
verrückt sein. Aber heute sagen viele, ihr habt's bestimmt gut gemacht.
Wenn Ihr damit leben könnt. Jeder muss seinen Weg im Leben finden und
wir haben eben unseren hier jetzt gefunden."
Dass der
Kulturschock nicht allzu groß wird, zumindest kulinarisch - darum bemüht
sich die deutsche Wirtin Cornelia aus dem Ruhrgebiet. Seit elf Jahren
betreibt die 45Jährige eine deutsche Kneipe in Alanya. Mit den deutschen
Dauergästen geht die Rechnung langsam auf: "Von Sauerkraut über
Bratwurst, Eisbein und Haxe und alles, was es in Deutschland auch gibt.
Schinkenplatte! Wird das angenommen? Sehr gut sogar, wir verkaufen 90
Prozent nur deutsche Küche hier!" Auch wenn Eisbein nicht auf dem
Speiseplan des gläubigen Muslimen Hasan Sipahioglu steht, freut sich der
Bürgermeister von Alanya doch über jede Maßnahme, die den Deutschen in
Alanya das Leben so angenehm wie möglich macht. Was in weiten Teilen der
Türkei unmöglich ist, soll hier Realität werden: Hasan Sipahioglu,
Bürgermeister: "Wir haben ein sehr schönes Gelände auf dem Berg, auf dem
schon einmal eine christliche Kirche stand. Wenn sich eine Kirche aus
Deutschland meldet, kann sie hier eine Kirche errichten und eine
christliche Gemeinde entstehen lassen, damit die Deutschen ihren Glauben
leben können." Noch ist es nicht soweit. Aber vereint im Tod sind die
Muslimen und Christen schon auf dem Friedhof von Alanya. Neben denn
muslimischen Gräberfeld hat die Stadt einem christlichen Friedhof
angelegt. "Nun bist Du frei für immer in Alanya" steht auf den Steinen.
Die Gräber sind kostenlos, genügend Platz für weitere christliche
Bestattungen ist vorgesehen.
Filmautor:Übernahme MDR
Die Küste lebt
Die Immobilienmärkte der Türkei
boomen. An den Topstandorten steigen die Preise und die Anforderungen an
die Qualität.
Abdullah Bey aus Alanya hat Großes vor. „Wir
wollen kein Make-up, sondern echte Infrastruktur“, sagt er und erzählt
von einer ganzen Palette von Maßnahmen im Straßenbau, bei der
Kanalisation, in der Stromversorgung – und nicht zuletzt in der
Gewerbeaufsicht: Seit dem 1. Januar dieses Jahres darf niemand mehr
seine Waren auf der Straße ausbreiten. Wer handeln will, der muss auch
einen Laden haben.
Man mag darüber streiten, ob Letzteres nicht
über das Ziel hinausschießt, ist doch der bunte Straßenhandel ein Stück
des orientalischen Flairs, das man als Tourist von der Türkei erwartet
und auch an ihr liebt. Doch in Alanya, wo Abdullah Karaoglu Stadtrat
und Vorsitzender des „Komitees für Tourismus“ ist, will man eben sicher
gehen, dass das, was die Fremden am Straßenhandel nicht lieben – das
Bedrängt werden durch die Händler nämlich – endlich verschwindet, weil es
darüber immer wieder Beschwerden gab. Und deshalb entschloss man sich
nicht nur zu diesem Schritt, sondern sogar zur Gründung eines
18-köpfigen „Ausländerbeirats“ aus Deutschen, Holländern, Dänen und
Engländern. Zweimal pro Woche hält dieser Beirat nun in einem eigens
dafür eröffneten Büro Sprechstunden ab. Und kümmert sich dabei um die
Belange von Touristen ebenso wie um die der mittlerweile fast 35.000
ausländischen Immobilienbesitzer.
Keine Frage also: Alanya mit
seinen gut 80.000 Einwohnern stellt sich auf das Geschäft mit dem tapu –
das türkische Wort für die Grundbuchurkunde – voll und ganz ein. Und wo
vor vier, fünf Jahren noch mangelhafte Bauqualität, meist bei
Bestandsobjekten, oft Ärger verursachte deutet nun
vieles darauf hin, dass man es mit dem Bekenntnis zur Qualität auch
wirklich ernst meint. In bautechnischer ebenso wie in rechtlicher
Hinsicht: Wer in Alanya als Makler tätig sein will, benötigt eine Lizenz
und ein Verkaufsbüro von mindestens 60 Quadratmetern Fläche. Auch wenn
die Handy-Maklerei damit noch nicht von der Bildfläche verschwunden ist,
so lässt sich zumindest sagen: Wer sich heute noch vom Kellner,
Taxifahrer, Restaurantbesitzer sogenannten Freunden oder Teppichhändler
ein Immobiliengeschäft aufschwatzen lässt, ist selbst Schuld, wenn er
Ärger bekommt.
Im selben Zusammenhang gilt jedoch auch: Die Zeit
der Schnäppchen neigt sich an den Topstandorten der Türkei dem Ende zu.
Alle hier vorgestellten Orte haben im letzten Jahr Preissteigerungen von
15 bis 20, teilweise sogar von bis zu 50 Prozent erlebt. Zwar liegen die
Endpreise der Häuser dank der niedrigen Lohnkosten der Türkei noch immer
deutlich unter dem Niveau der Feriengebiete Spaniens, Frankreichs oder
Italiens – als Faustregel darf man sagen, dass ein Objekt in
vergleichbarer Lage und Qualität in der Türkei (noch) etwa halb so viel
kostet wie an der Costa Blanca und circa ein Drittel dessen, was man an
der Côte d’Azur oder auf Mallorca dafür berappen müsste. Ebendies aber
hat sich mittlerweile weit herumgesprochen: Nach Deutschen und
Niederländern „fallen zurzeit“, so Herr Ibrahim, von der Agentur Prima-
Immobilien in Alanya vor allem Dänen, Norweger, Iren wie die
Heuschrecken ein.“
Graben sie damit den Deutschen, die, wie es ein
Bauunternehmer formuliert, „zurzeit schlafen“, das Wasser ab? Ein wenig
wundern jedenfalls darf man sich schon über die derzeitige Kaufunlust
der Deutschen: Vielerorts in der Türkei waren sie es, die den
Immobilienmarkt überhaupt erst starteten. Dass ihr Interesse jetzt
erlahmt, durch die schlechte Stimmung in Deutschland bedingt, können die
Anbieter nicht wirklich verstehen. Gerade jetzt könne man nur gewinnen,
wenn man in Immobilien westlicher Bauqualität investiert, wie es sie vor
vier oder fünf Jahren in der Türkei noch gar nicht gab.
Oder
noch besser: in gute Baugrundstücke – sofern es sie noch gibt. Denn die
Flächennutzungspläne der Gemeinden, die von Spanien und anderen Ländern
gelernt haben, was eine intakte Umwelt wert ist, sind streng: In Alanya
beträgt die behördlich erlaubte Bebauungsdichte in den attraktiven
Wohnlagen am Hang (mit Meerblick oder Sicht auf die vorgelagerte Burg)
20 oder gar nur zehn Prozent für maximal zweigeschossige Häuser. Dass
für solche Grundstücke angesichts der derzeitigen Nachfrage die Preise
steigen, wenn nicht explodieren müssen, ist klar: Voll erschlossen ist
zum Beispiel in Alanya ein Quadratmeter in guter Lage kaum noch für
weniger als 120 Euro zu bekommen – das ist doppelt so viel wie nur ein
Jahr zuvor!
Die Käuferkreise sind also bunter geworden, die
türkischen Topstandorte internationaler – und die Ansprüche höher. Auch
deshalb dürfte die Region in eine sichere Zukunft blicken können. Es
wird sich herumsprechen, in nur 3 Flug-Stunden ist man am Flughafen
Antalya, der ganzjährig auch von Linienmaschinen aus Deutschand
angeflogen wird
So bunt wie diese Nationalitäten ist
mittlerweile die Palette der Angebote längs der Küste. Aus Naturstein
gemauert, entstehen zum Beispiel am Berg oberhalb Alanyas derzeit
Häuser, die auf Mallorca gewiss Millionen wert wären – hier kosten sie
weniger als 300.000 Euro.
Als Erster ließ hier ein deutscher
Geschäftsmann auf einem Hügel, von dem aus man über Stadt und Bucht
hinweg bis zum Hafen blickt, ein Traumhaus mit 300 Quadratmetern
Wohnfläche errichten, das ein echtes Referenzobjekt ist . Der Preis, für
den der Bauträger es nachbauen kann, liegt bei 400.000 Euro – eine für
die Türkei (noch) seltene Dimension.
Quelle: Dr J. Bohmann
für die Bellevue( Europas grösster Immobilien
Zeitung )
Ferienimmobilien-Boom an der türkischen Küste
Preise
für Häuser und Apartments verdoppeln sich binnen fünf Jahren - Weiterer
Schub im Falle des EU-Beitritts erwartet
Hamburg - Surat Celik
hat derzeit reichlich zu tun. Anfragen häufen sich beim Vertriebsleiter
Deutschland der Bau- und Immobiliengesellschaft Prima Immobilien, die
Ferienimmobilien im türkischen Alanya anbietet. "Das ist im Spätherbst
immer so", lächelt Celik. Viele Urlauber, die im Sommer die türkische
Riviera besucht haben, seien nicht nur dem Charme des Landes erlegen,
sondern auch den günstigen Immobilienpreisen. Apartments mit 100 qm
Wohnfläche werden ab 33 000 Euro, Häuser ab 70 000 Euro angeboten.
Was für Westeuropäer nach Schnäppchen klingt, bereitet türkischen
Familien inzwischen Sorge. Denn die Nachfrage deutscher,
österreichischer, britischer und niederländischer Käufer hat nicht
allein dem 130 000 Einwohner zählenden Alanya inzwischen rund 20 000
ausländische Residenten beschert, sondern auch die Immobilienpreise in
den vergangenen Jahren stark nach oben getrieben. Celik: "Teilweise
hat sich der Wert von Häusern und Apartments in fünf Jahren
verdoppelt."
Ein Trend, der sich fortsetzen könnte, wenn die Türkei Mitglied der EU
werden sollte. "Dann", meint der Vertriebsleiter, "sind weitere
Preissteigerungen von mehr als 100 Prozent durchaus möglich."
Seit 2001 seien die Preise
jedes Jahr im Durchschnitt um zehn bis zwölf Prozent gestiegen.
Schröder: "Ein EU-Beitritt würde die Nachfrage nochmals kräftig anheizen
und zu weiteren Wertsteigerungen führen." Allerdings ist der türkische
Ferienimmobilienmarkt auch abhängig von politischen Entwicklungen im
Nahen Osten. Im Vorfeld des Irak-Krieges stagnierten die Preise im
Frühjahr, teilweise brachen sie sogar kurzfristig um mehr als zehn
Prozent ein. "Dafür haben sie in diesem Herbst umso stärker angezogen",
weiß der Vertriebsleiter.
Angesichts der Bedenken einiger EU-Länder
scheint es allerdings fraglich, ob die Türkei in den nächsten Jahren
Mitglied der Gemeinschaft werden wird. Griechenland etwa hat mehrfach
erklärt, einen Beitritt so lange abzulehnen, bis das Zypern-Problem
gelöst ist. Doch auch wer keine Wette auf die politische Entwicklung
eingehen will, sei mit einer Immobilie in der Türkei als Alterswohnsitz
gut beraten, meint Celik: "Die Lebenshaltungskosten sind erheblich
niedriger als in Deutschland." Bereits mit 500 Euro im Monat könne ein
Rentner an der türkischen Riviera gut leben. "Das durchschnittliche
Monatseinkommen eines türkischen Arbeitnehmers liegt zwischen 250 bis
600 Euro", erklärt der Vertriebsleiter. Entsprechend groß sei der Anteil
von Rentnern und älteren Arbeitnehmern unter den deutschen
Interessenten. "Rund 80 Prozent der Käufer sind älter als 50 Jahre",
sagt Celik. Und bei den jüngeren Erwerbern handelt es sich überwiegend
um Freiberufler, die ihr türkisches Domizil auch als Arbeitsstätte
nutzen.

Trotz aller Vorzüge, warnt der Makler Kay Wolter, dessen
Unternehmen Kaya Emlak in Ayvalik Ferienimmobilien an deutsche Käufer
vermittelt, sollte ein Kauf wohl überlegt sein. "Ein Immobilienerwerb in
der Türkei kann auch heute noch ein Abenteuer sein, und wenn man sich
nicht gut auskennt, kann das böse enden", heißt es auf seiner
Internetseite. Im Gegensatz zu anderen Ländern wird der Kaufvertrag hier
nicht vom Notar beglaubigt, sondern direkt auf dem Grundbuchamt
geschlossen. Die Überschreibung dauert bis zu zwölf Wochen. Weil der
Verkäufer zuvor einen Teil der Kaufsumme erhalten will, ist es üblich,
zugleich einen Vorvertrag zu schließen und eine Anzahlung zu leisten.
Zuvor sollte der Erwerber sich versichern, dass der Verkäufer auch
tatsächlich Eigentümer ist, sagt Celik. Renommierte Makler würden diese
Prüfung für ihre Kunden übernehmen. hai
Artikel erschienen am 15.
Nov 2003( Die Welt )
"Hier bin ich wieder wer"
Immer mehr deutsche Rentner
verlegen ihren Alterssitz statt nach Mallorca in die Türkei. Die Preise
sind viel niedriger, das Wetter ist ebenso gut - und die Einheimischen
geben sich respektvoll.
Seinen türkischen Kollegen hatte er nie
geglaubt, wenn sie von ihrer Heimat schwärmten. "Türkei? Irgendwo
dahinten. Schmutzig. Islam. Hinterm Mond eben." Eine Urlaubsreise aber
brachte das Weltbild des Kraftfahrers Günter Wojciechowski aus Bad
Oeynhausen ins Wanken: "Entweder einmal und nie wieder - oder einmal und
dann immer", sagt der tief gebräunte Mann und streckt sich auf seiner
Strandliege aus.
Seit Februar vorigen Jahres lebt Wojciechowski, 55,
mit seiner Frau Loni in Alanya, einer 80 000-Einwohner-Stadt an der
türkischen Mittelmeerküste. Die Hafenstadt ist mit 1,3 Millionen
Buchungen pro Jahr und 110 000 Hotelbetten in der Region neben Antalya
das größte Touristenzentrum der Türkei. Und immer mehr Feriengäste
entschließen sich wie Wojciechowski zum Dauerurlaub.
Den halben Tag
verbringt das Ehepaar mit seiner deutschen Clique am Strand. Abends
machen die beiden es sich in ihrer nahe gelegenen
90-Quadratmeter-Wohnung bequem, die sie vor drei Jahren für 54 000 Mark
erstanden haben. Sprachprobleme kennt das Paar nicht. "Ich komme glatt
mit meinen zehn türkischen Vokabeln durch", sagt er, "viele Türken hier
sprechen Deutsch."
"Seit ich in der Türkei lebe, bin ich wieder
wer", freut sich Wojciechowski. Eine Osteoporose habe ihn in Deutschland
zum Frührentner gemacht, sagt er. Nach wenigen Wochen unter türkischer
Sonne konnte er seine Krücken wegstellen.
Deutsche Ruheständler
haben die Türkei entdeckt. Das warme Klima und die niedrigen Preise,
aber auch die Angst vor der Wirtschaftsflaute in Deutschland, vor
weiterem Wertverfall der Aktien sowie Rentenkürzungen treiben mehr und
mehr Senioren an die sonnigen Strände des östlichen Mittelmeers.
Seit in den Rentner-Paradiesen auf Mallorca und an der spanischen Küste
die Preise heftig steigen und Berichte von deutschen Sozialfällen unter
spanischer Sonne die Runde machen, entwickelt sich die türkische Riviera
mit ihren rund 3000 Sonnenstunden im Jahr zur Alternative.
Zwischen
15 000 und 30 000 Deutsche - so schätzt die deutsche Botschaft in Ankara
- leben inzwischen schon ständig in der Türkei. 8446 verfügen über ein
"Ikamet", eine befristete Aufenthaltsgenehmigung, die anderen reisen
alle drei Monate aus und wieder ein. Die Zeitung "Hürriyet" schätzte die
Zahl der Deutschen kürzlich sogar auf 70 000.
Auch bescheidene
deutsche Renten ermöglichen bei den niedrigen Preisen für Immobilien,
Lebensmittel, Wasser und Strom ein angenehmes Leben. Die Neu-Türken
behalten fast immer ihre deutsche Krankenversicherung. Im Grundbuchamt
von Alanya haben inzwischen mehr als 15000 Deutsche eine Immobilie
eintragen lassen.
Das Geschäft läuft auf Hochtouren.
"Die Deutschen
werden in Scharen kommen, wenn sich erst einmal herumgesprochen hat,
dass der Türke in der Türkei ganz anders ist als der Türke, den der
Deutsche vor seiner Haustür sieht." Schließlich sehe man in Alanya
beispielsweise weniger Kopftücher als in Frankfurt am Main.
Die
Einwanderer pflegen ihre Lebensart im deutschen Club "Die Brücke" mit
Festen, Ausflügen und Skatrunden. Zudem gibt es einen Ortsverband des
"Hür Türk", des Freiheitlich Türkisch-Deutschen Freundschaftsvereins,
der - gegründet von türkischen Geschäftsleuten - deutschen Mitgliedern
bei Problemen und Behördengängen hilft.
"Wir wollen die Deutschen
integrieren, damit sie sich bei uns wohl fühlen", sagt Hasan Sipahioglu,
seit vier Jahren Bürgermeister in Alanya. Der studierte Anwalt und
Eigentümer eines Hotels tut alles, damit es den Rentnern aus dem Norden
in seiner Stadt gefällt und sie ihr Geld dort lassen.
Weil die
Deutschen etwa als tierlieb gelten, werden streunende Hunde nicht mehr
wie früher von der Stadt vergiftet, sondern in einem Tierheim
aufgepäppelt und wenn möglich an deutsche Senioren vermittelt. Eine
städtische Verordnung verbietet Händlern und Gastronomen, Passanten
anzusprechen, um sie in ihre Läden oder Lokale zu locken. Selbst in der
Markthalle herrscht unorientalische Zurückhaltung.
In der
Fleischzeile grüßen auf einer Malerei über einem Stand zwei rosige
Ferkel mit erhobenem Daumen; Metzger Halil Dakmaz verkauft
eingeschweißte Mett- und Leberwürste aus einer Istanbuler Fabrik und
Wildschweinfleisch. Der Muslim: "Ich würde das nie essen, aber ich fasse
es an. Für meine Kunden tue ich alles."
In vielen Supermärkten wird
"alman ekmek" (Schwarzbrot) angeboten. In "Willis Kneipe" in der
Damlatas-Straße direkt am Meer gibt es Mettwurst und Sauerkraut,
Leipziger Allerlei und Zwetschgenkuchen. Den Dauergästen bietet die
deutsche Wirtin Weihnachts- und Silvesteressen, Katerfrühstück,
Karnevalsfeiern, Tanz in den Mai und Preisskat an.
"Der Einfluss der
Deutschen in Alanya ist viel größer als ihre Zahl", sagt der Journalist
Ahmet Algül: "Die Straßen und Parks werden immer gepflegter, man hält
seine Verabredungen ein, die Türken fangen an, Filterkaffee zu trinken,
und trauen sich ja kaum noch, einen Hund zu verjagen." Algül, 42, kennt
seine Deutschen. 32 Jahre in Deutschland haben ihn zum "Almanci", zum
Deutsch-Türken, gemacht.
Als Chefredakteur des deutschsprachigen
"Alanya Boten" wirbt er nun unermüdlich für die deutsch-türkische
Freundschaft. Das Blatt, das alle zwei Wochen mit einer Auflage von 20
000 Stück erscheint, druckt lokale Nachrichten, Party-Geplauder,
türkische Redewendungen, Kochrezepte, Gesundheitstipps und
Kontaktanzeigen. Und gerade hat Algül auch den "Kummerkasten" wieder
eingeführt.
"Denn das Leben in der Sonne hat natürlich auch
Schattenseiten", sagt Mitarbeiter Manfred Rother, 48, der sich selbst
als "klassischen Aussteiger" bezeichnet: "Deutschland war mir einfach zu
hektisch." Jetzt übt er sich in Zeitungskolumnen etwa über die
Vereinsamung deutscher Dauerurlauber vor dem Fernseher oder dem
Computer.
"Ich gehöre nicht zu den Deutschen, die klatschen und
tratschen, ständig klagen und sich die Hucke voll laufen lassen", sagt
die ehemalige Chefsekretärin Monika Matthews, 62. Vor einem Jahr dachte
die weltgewandte Frau, die vier Jahre in Afrika als Entwicklungshelferin
gearbeitet hat, ernsthaft daran, ihr gemietetes Haus in Ciftlik bei
Fethiye aufzugeben. Damals war ihr Mann an Krebs gestorben. Im Kühlhaus
eines Beerdigungsinstituts in Antalya wurden dem Toten persönliche Dinge
wie die Armbanduhr gestohlen.
"Ich haderte mit der gesamten Türkei",
erzählt Matthews. Aber dann ist sie doch zurückgekehrt in ihr Haus am
Meer, das sie sich in Deutschland niemals leisten könnte. Nur wenn sie
das Grab ihres Mannes besuchen will, muss sie nach Berlin fliegen.
Doch immer mehr Pensionäre wollen auch in der neuen Heimat beerdigt
werden; neben dem muslimischen Gräberfeld hat die Stadt deshalb einen
christlichen Friedhof angelegt. "In Liebe zu Alanya" oder "Nun bist Du
frei für immer in Alanya" steht auf den Steinen, die Gräber sind
kostenlos. 50 Christen wurden hier in den vergangenen Jahren bereits
beerdigt, im Frühjahr sprach bei der Bestattung eines Deutschen auf
Wunsch der Familie sogar der Mufti Muhammed Gevher ein islamisches
Totengebet.
Der Gottesmann residiert in einem dunkel getäfelten Büro
neben der neu erbauten Moschee. "Die Toleranz in der Türkei ist groß",
beteuert er, ,,warum sollte ich nicht am Grabe eines Christen beten? Die
Deutschen sind hier wie in Deutschland unsere Nachbarn, und vor Gott
sind alle Menschen gleich." Erst vor wenigen Tagen habe er einen
deutschen Pfarrer empfangen, der hier bald mit seiner Arbeit beginnen
werde.
Wegen der wachsenden Zahl von Christen plant sowohl die
evangelische als auch die katholische Kirche inzwischen, Seelsorger an
die türkische Riviera zu schicken. Im Auftrag der evangelischen Kirche
hat der pensionierte Pfarrer Volkmar Metzner, 62, aus Hanau zwei Monate
lang die Toleranz der Türken getestet.
Er sprach mit Touristen und
Dauergästen, kümmerte sich um deutsche Frauen, die mit Türken
verheiratet sind, und eröffnete "eine Art Kirchen-Café" tagsüber in
einer Disco am Strand. "Es ist ein Bedarf da", sagt er, an der Küste
könne bald schon "eine deutsche Gemeinde entstehen". Deshalb hat er beim
türkischen Generalkonsulat in Frankfurt eine Arbeitsgenehmigung
beantragt.
Sogar eine örtliche Kirche könnte es demnächst geben -
Bürgermeister Sipahioglu hat kürzlich schon eine passende Immobilie
ausgemacht. Sie thront auf dem Berg über der Stadt: In der alten
Festungsanlage wird ab November eine byzantinische Kapelle aus dem
elften Jahrhundert restauriert.
ALMUT HIELSCHER ( Stern Okt.2003 )
Nachfragen nach Ferien-Immobilien in der Türkei steigt.
Der Trend zur Ferien- und Freizeitimmobilie im Ausland nimmt
stetig zu. Träume verwirklichen, hohe Lebensqualität in gesundem Klima
genießen, der Wunsch nach niveauvoller Freizeitgestaltung – alles dies
sind für immer mehr Deutsche gute Gründe, in eine Auslandsimmobilie zu
investieren. Vor allem Spaniens Küsten und Inseln gelten dafür seit
Jahren als bevorzugte Region.Neuerdings beobachten Experten indes eine
spürbar zunehmende Nachfrage nach Villen und Ferienhäusern in der
Türkei. Insbesondere die malerische Mittelmeerregion der Türkischen
Riviera wurde schon vor Jahren von einigen Pionieren als
Freizeitwohnsitz entdeckt und erfreut sich heute wachender Beliebtheit.
So hat beispielsweise das 130 000 Einwohner zählende Alanya, rund 120
Kilometer süd-östlich von Antalya gelegen, bereits über 6 200 auf
deutsche Eigentümer lautende Grundbucheinträge zu verzeichnen – mit
steigender Tendenz. Insgesamt haben hier inzwischen mehr als 15 000
Deutsche einen Wohnsitz angemeldet.
Dieser Trend wird nicht zuletzt
durch absehbar hohe Immobilienrenditen genährt. Derzeit rechnen Experten
dort mit einer jährlichen Wertsteigerung von etwa 15 Prozent. Aber
Alanya empfiehlt sich auch aus anderen Gründen. Der Ort legt ein
gesundes Wirtschaftswachstum an den Tag und liegt an einer traumhaft
schönen Bucht – mit 25,6 Kilometer länger als die Copacabana.
Die
Preise sind nach Auskunft der Deutschen Schutzvereinigung für
Auslandsimmobilien vergleichsweise günstig. So stehen an der türkischen
Riviera beispielsweise 120 m² große Gebraucht-Villen und Wohnungen für 40 000 bis
100.000 EURO zum Verkauf. In guten Lagen muß mit entsprechenden
Aufschlägen gerechnet werden. Für die Türkei sprächen außerdem die EU- Anwärterschaft sowie steigende Urlauberzahlen.
Quelle:
F.Allgemeine
Warum gerade Türkei Peter?
Das werde ich in der Tat
oft gefragt? Es gibt doch so viele Länder wo man sich – und gerade jetzt
– wohl und sicher fühlen kann? Klar, sage ich, aber ich fühle mich in
dem Land, das auch so viel Schönes und Vielfältiges zu bieten hat und
mir seine Gastfreundschaft entgegenbringt, sehr wohl. Natürlich erlebe
ich als „Gast“ die Sonntage, aber das Land hat genau wie hier in
Deutschland und anderen Ländern seine Werktage. Dieses mit allen Höhen
und Tiefen, aber auch mit seinen Ängsten. Doch gerade jetzt, gerade
jetzt sollte man darauf achten, dass sich keine engstirnigen Clubs der
Religionen durch beeinflusste Meinungsbildung herauskristallisieren. Wo
sind denn die Millionen von Touristen die ihren Urlaub in den
vergangenen Jahren in der Türkei verbrachten. Haben sie sich nicht auch
WOHL und SICHER gefühlt? Und warum haben zigtausende Deutsche, aber
nicht nur Deutsche, eine Wohnung in der Türkei? Viele haben sogar ein
neues Zuhause in der Türkei gefunden? So ist es auch in umgekehrter
Hinsicht. Türken haben sich hier in Deutschland eine neue Heimat
gefunden… mit allen Rechten und Pflichten. Ich, Peter Sebastian, habe
seit fasst zwei Jahren eine Wohnung in Alanya und bin der erste
Schlagersänger, der sich zugetraut hat, mit türkischen
Instrumentierungen und guten Texten CDs auf den Markt zu bringen. „Mich
Interessiert…“ war die erste CD und die zweite mit dem Namen
„Konsequent“, erscheint im Mai. Auf diesem Album singe ich sogar mit dem
in Köln lebenden türkischen Sänger, Jenque Basoglu, zwei Lieder:
„Arkadas“ und „Üsküdar“. Die Arrangements hat Christoph Leis-Bendorff
gezaubert der noch niemals in der Türkei war. Jetzt werden einige sagen;
„Aha… voreingenommen und dadurch „Pro-Türkisch“ eingestellt?!“ Nö, Nö,
Nö… blauäugig bin ich nicht. Dass es Menschen gibt, die einem Land
Schaden zufügen, da schließe ich alle ein – ob Migrant, Gast oder Bürger
dieses Landes. Die gibt es doch überall und unverständlicherweise,
reichlich. Aber der Großteil der jeweiligen Bevölkerung hat es aus
demokratischer Sicht nicht verdient, in die Schublade
„Bloss-Nicht-Ernsthaft-Mal-Darüber-Nachdenken“, abgelegt zu werden. Wenn
man ernsthaft über Kulturen der Völkergemeinschaft nachdenkt, sollte das
nicht am „Biertisch“ der kulturellen Arroganz geschehen! Ich bin auch
nicht der Messias, der politische Denkmuster hier angehen möchte, ich
versuche mit MEINEN Mitteln und mit MEINER Art, Wissenslücken zu
schließen. Denn wenn mir eine politische Handlung nicht gefällt, dann
äußere ich mich, aber mit meinen mir zustehenden und demokratischen
Mitteln. Dieses bedeutet… sich zu informieren und vor dem Sprechen,
Gehirn einschalten. Hersey Tamam sagt Peter Sebastian .
Quelle:Alanya
Zeitung
Türkei: Tipps zum Immobilienkauf
Wer die Regeln kennt
und seine Vorurteile vergisst, findet in Alanya hochwertige Immobilien
zu verlockenden Preisen
Türkeireisen sind derzeit günstig wie nie.
Wer das Land noch nicht kennt, könnte die Gelegenheit nutzen, seine
(Vor-)Urteile über die Bosporus-Nation nun an der Realität zu
überprüfen. Und wer sich dabei, wie Tausende Deutscher, Engländer,
Holländer und Skandinavier vor ihm, in Land und Leute so weit verliebt,
dass er den Gedanken nicht mehr verwirft, sich hier ein Haus zu kaufen,
wird erleben: Der Tisch ist reich gedeckt. Das Angebot an
Ferienimmobilien und Altersresidenzen in der Türkei ist vielfältig und
von guter bis sehr guter Qualität – bei bestechenden Preisen. Und der
Erwerb birgt, sofern man sich an die Spielregeln hält, nicht mehr
Risiken als anderswo: Vor Basarmentalität braucht man sich bei den
seriösen Anbietern nicht zu fürchten.
Eine frei stehende Villa mit
drei Schlafzimmern und zwei Badezimmern (120 m2 Wohnfläche, 600 m2
Grundstück sowie 62 m2 Terrassen und Balkone) gibt es ab 100.000 Euro.
Keine Kunst in einem Land, in dem ein Maurer keine 500 Euro im Monat
verdient? „Wir werden immer wieder nach dem 20.000-Euro-Haus gefragt.
Das gibt es, aber in schlechter Lage und ruinösem Zustand. Und so klein,
dass auch ein Türke nicht darin wohnen will.“ Für uns liegt die
Untergrenze bei 50.000 Euro: „Das sind aber Altbauten, die aufwendig
umgebaut werden müssen. Ein ordentlicher Neubau ist unter 100.000 Euro
kaum möglich, wenn Lage und Bauqualität stimmen sollen.“ Dass beides bei
seinen Anlagen zutrifft, belegt auch die auffällig hohe Zahl an
Spanien-Flüchtlingen unter seinen Kunden. Sie verkauften ihr Haus an
Costa Blanca oder Costa Brava und erwarben für die Hälfte dessen, was
sie in Spanien ausgegeben hätten, in der Türkei ein neues.
Und ein
einstimmiges Lob der großen Gastfreundschaft der Türken, der geringen
Kriminalitätsrate und der niedrigen Lebenshaltungskosten: „Der Gärtner
arbeitet hier für 15 Euro am Tag, und alle Möbel, die Sie hier sehen,
hat unser türkischer Schreiner nach unseren Wünschen perfekt
hergestellt, zu Spottpreisen“, strahlt ein Hamburger Kaufmann, der mit
seiner Familie in einer Traumvilla mit Pool und tropischem Garten den
Sommer verbringt. „Unsere Kunden suchen vor allem Ruhe. Einige von ihnen
sind ganz ausgewandert, die anderen Vorruheständler. Die brauchen kein
Halligalli.“
Quelle: Dr J. Bohmann für
die Bellevue
( Europas grösster Immobilien Zeitung )